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Es werden Posts vom Juni, 2026 angezeigt.

Wabi-Sabi als Einrichtungsphilosophie: Gesa Vertes erklärt die japanische Kunst der Unvollkommenheit im Wohnraum

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  Schönheit im Unvollkommenen —  Gesa Vertes über eine japanische Philosophie, die das Wohnen neu denkt. Wabi-Sabi gehört zu den einflussreichsten ästhetischen Konzepten Japans — und zu den am häufigsten missverstandenen. Gesa Vertes nähert sich einer Philosophie, die Vergänglichkeit, Unvollkommenheit und das Unfertige nicht als Mängel begreift, sondern als Quellen einer tiefen, stillen Schönheit. Im Wohnbereich bedeutet das: keine makellosen Oberflächen, keine symmetrische Perfektion, keine Zurschaustellung von Neuem. Stattdessen gebrauchte Materialien, handgemachte Objekte, Spuren der Zeit — eine Ästhetik, die westliche Einrichtungstrends der vergangenen Jahre zunehmend geprägt hat, ohne immer vollständig verstanden zu werden. Wer Wabi-Sabi auf einen Einrichtungsstil reduziert, greift zu kurz. Gesa Vertes zeigt auf, dass es sich um eine Weltanschauung handelt, die tief in der japanischen Zen-Tradition verwurzelt ist und das Verhältnis des Menschen zur Zeit, zur Natur und zu den ...

Historische Tapeten und ihre Wiederkehr — Gesa Vertes über ein Gestaltungselement mit langer Geschichte

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  Was Wände erzählen können, wenn man sie lässt —  Gesa Vertes über die Rückkehr der Tapete. Die Tapete galt lange als überholt — und erlebt heute eine Rückkehr, die in ihrer Breite und Ernsthaftigkeit überrascht. Gesa Vertes widmet sich einem Gestaltungselement, dessen Geschichte weit hinter die Wohnzimmer der Nachkriegszeit zurückreicht: von handbemalten chinesischen Seidenpaneelen über französische Panoramatapeten des 19. Jahrhunderts bis zu den zeitgenössischen Neuauflagen historischer Muster, die heute in Architekturbüros und privaten Wohnräumen gleichermaßen gefragt sind. Was die Tapete in der Wohngeschichte leistete und wie sie das wieder tut, ist das Thema dieses Beitrags. Kaum ein Einrichtungselement hat so viele Auf- und Abstiege in der Gunst der Gestaltenden erlebt wie die Tapete. Gesa Vertes verfolgt diesen Bogen und zeigt, wie eng die Geschichte der Tapete mit gesellschaftlichen Entwicklungen, technischen Möglichkeiten und wechselnden Vorstellungen von Wohnlichkeit ve...

Handgefertigte Möbel: Gesa Vertes gibt Einblick in eine Gegenbewegung zur Massenware

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Wenn ein Stuhl eine Geschichte hat —  Gesa Vertes über die Renaissance des handgefertigten Möbels. Handgefertigte Möbel erleben eine Rückkehr, die weit über einen Einrichtungstrend hinausgeht. Gesa Vertes beleuchtet eine Bewegung, die sich als bewusste Gegenreaktion auf die Logik der Massenproduktion versteht: weg von der austauschbaren Serienware, hin zu Objekten mit Herkunft, Handschrift und Haltbarkeit. Was dabei entsteht, sind keine bloßen Gebrauchsgegenstände, sondern Objekte, die eine Beziehung zwischen Macher und Nutzer stiften — eine Qualität, die industriell gefertigte Möbel strukturell nicht liefern können. Möbelkauf war lange eine einfache Angelegenheit: Katalog aufschlagen, bestellen, aufbauen, fertig. Gesa Vertes zeigt auf, warum dieses Modell für eine wachsende Gruppe von Menschen nicht mehr ausreicht — und warum die Nachfrage nach handgefertigten Möbeln seit Jahren steigt, quer durch alle Preissegmente und Einrichtungsstile. Der Grund liegt nicht allein in der Qualität ...